Bedford-Strohm: Lösung für gut integrierte Flüchtlinge finden

Heinrich Bedford-Strohm fordert übergreifende Asyllösungen.

© epd-bild/Jürgen Blume

Heinrich Bedford-Strohm fordert übergreifende Asyllösungen bei gut integrierten Flüchtlingen oder geflüchteten Muslimen, die zum Christentum übergetreten sind.

Bedford-Strohm: Lösung für gut integrierte Flüchtlinge finden
Die zunehmende Digitalisierung birgt nach Einschätzung des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, auch Gefahren für die Demokratie.

Hassbotschaften würden im Netz häufig weitergegeben und dadurch von den Algorithmen hochgespült, sagte der bayerische Landesbischof am Montag bei einer Pressekonferenz vor einem Treffen von evangelischer Kirchenleitung und Staatsregierung.

Ein weiteres Anliegen sei ihm auch die Situation von gut integrierten Flüchtlingen oder geflüchteten Muslimen, die zum Christentum übergetreten sind und dennoch auf den Abschiebelisten stehen, fügte der Theologe hinzu. Es könne nicht sein, dass die Situation dieser Menschen jeweils als Einzelfall behandelt werde, weshalb übergreifende Lösungen nötig seien, forderte Bedford-Strohm.

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Holger Sievert ist Professor für Kommunikation in Köln und erforscht seit ein paar Jahren den Stand der Digitalisierung evangelischer Landeskirchen und Gemeinden. Im Podcast erzählt er, was er in seinen verschiedenen Studien herausgefunden hat.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hob die Bedeutung der Kirche für den Zusammenhalt der Gesellschaft hervor. Denn das christliche Wertesystem, das die Kirche vertrete, habe eine zentrale Bedeutung für das Gemeinwesen, etwa in den Bereichen Erziehung und Bildung. Die fundamentalen Werte der Gesellschaft gründeten auf ursprünglich christlichen Werten wie der Würde des Menschen und dem daraus abgeleiteten Menschenrechten. Deshalb sei es wichtig, dass die Kirche trotz zurückgehender Mitgliedszahlen auch in Zukunft diese gesellschaftliche Funktion wahrnehmen könne.